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... steht, diese beobachtet und auf den Signalwechsel wartet, kann sogar nach 0,16 s reagieren.» Das aber ist aus physiologischen Gründen ungefähr die kürzeste mögliche Reaktionszeit. Aber es gibt bemerkenswert grosse Unterschiede in der Reaktionszeit, die nicht nur von dem Menschen, sondern auch von der Situation, ob bei Tag oder bei Nacht, abhängig ist. Deshalb muss der Gutachter bei Einsetzen einer Reaktionszeit so ausserordentlich vorsichtig sein, und das gilt dann ganz besonders bei der Formulierung eines Urteils. Deshalb wird die Problematik in dieser Broschüre von allen Seiten beleuchtet und führt zu sehr verschiedenen Ergebnissen. Professor Hartmann fasst dann zusammen und betont, dass es nicht leicht ist, die Ergebnisse auf einen Nenner zu bringen. Trotzdem kommt man auf die schon bisher benutzte Reaktionszeit von 0,7s, zu der aber noch eine Schwellzeit von 0,2 s bis zum Einsatz der vollen Bremswirkung hinzuzurechnen ist. Und wörtlich: «Nur in diesem Sinne sollte eine Zeit von 0,7 s als unterster Wert für eine Reaktionszeit angesehen werden. Eine reine Reaktionszeit von 0,7 s kann im allgemeinen nur zugrunde - gelegt werden, wenn die kritische Situation für den Fahrer sofort und ohne eine grössere Blickzuwendung als 0,5° erkennbar war. In allen anderen Fällen, insbesondere wenn eine Blickzuwendung erforderlich ist, sind sowohl bei Tag als ...