Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... ...EINES TAGES DAS STEUER AUS DER HAND... Wie amS chnürchen Ralph Alex über einen merkwürdigen Zwiespalt im Menschen: Als Zauberlehrling der Technik läßt er nichts unversucht, immer raffi niertere Navigationshilfen ins Automobil zu packen. Dann aber packt viele die Angst - vor dem Autopiloten im Auto. Zu Recht? In der langen Entwicklungsgeschichte der abendländischen Lyrik gab es bessere Beiträge als jenen des Ingenieurs Hein rich Seidel, der vor über 100 Jahren folgende Wörter zu ei nem Loblied auf seine Branche verschweißte: „Dem Ingenieur ist nichts zu schwer. Er türmt die Bögen in der Luft, er wühlt als Maulwurf in der Gruft. Kein Hindernis ist ihm zu groß, er geht drauflos!“ Vielleicht trifft es sich ganz gut, daß der Ingenieur als sol cher heutzutage kaum mehr die Zeit zum Dichten findet. Er muß entwickeln, Navigations systeme zum Beispiel, die den Autofahrer zuverlässig durch Bottrop oder Bogenhausen lot sen. Das sind sehr komplizierte Gerätschaften mit Drehknöpfen und Monitoren, mit Computern und Magnetfeldsonden und al lem, was man zur Satellitenna vigation so braucht. Fernsehen kann man damit auch - zwar nur. wenn das Auto stillsteht, und nur auf dem kleinen Moni tor, aber immerhin. Navigationssysteme sind so etwas wie künstliche Beifahrer, die unermüdlich Karten lesen und mit künstlicher Stimme den Weg ...