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... dann — siehe Skizze — bequem untenrum fahren können. Aber auch der Seelisberg ist noch nicht völlig durchbohrt — es fehlen noch 2,5 km. Und auch hier ging's für die 550 Tunnelbauer nicht ganz glatt ab: Erst mußten sie sich mit Zürich den Politikern um die Ablagerung des Bauschutts herumstreiten (er wird jetzt sinnvoll zum Straßenbau verwendet), dann brach das Wasser mit einer Geschwindigkeit von 800 Litern pro Sekunde über sie herein — und dann kam auch noch Sumpfgas aus dem Fels gekrochen; um das färbund geruchlose, aber hochexplosive Teufelszeug zu entschärfen, ließ man es von starken Ventilatoren aus dem Berg blasen. Damit nicht genug: Unterschiedliche geologische Verhältnisse zwangen die Baumannschaften zu 2 grundverschiedenen Arbeitstechniken. Während im Süden wie beim Gotthard mit Hilfe laserstrahlgelenkter Jumbos gebohrt und gesprengt wurde, mußte auf der Nordseite ein Monstergerät namens »Big John« eingesetzt werden. Die eigens aus den USA importierte 100-Tonnen-Maschine bricht das Erdreich mit ihren 2 riesigen Reißzähnen aus dem Berg. Die 3 am Tunnelbau beteiligten Firmen haben sich das Monstrum immerhin 20 Millionen Franken kosten lassen. Kein Wunder, daß sie sich schon jetzt — 2 Jahre vor Abschluß der Durchbrucharbeiten — nach einem lukrativen Anschluß- auftrag für ihren Super- Maulwurf ...