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... Benzol, verbleites Super aber 2,32%. Das war freilich nichts Neues. Schon 1986 hatte der ADAC zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin bundesweit Benzinproben untersucht und festgestellt, daß der Benzolgehalt in Bleifrei nicht höher war als im Bleibenzin. Und die jetzigen Werte sind insgesamt sogar noch niedriger. Trotzdem zeichnete der Minister ein Schreckensbild: Zu den heute von Kraftfahrzeugen produzierten 41 000 Tonnen Benzol seien nach dem Verbot des verbleiten Normalbenzins bis zu 3500 Tonnen pro Jahr zusätzlich zu erwarten. »Damit ist Benzol bundesweit zu einem der gefährlichsten Umweltgifte geworden.« Benzol gehöre zu den krebserzeugenden Stoffen und könne zu Leukämie führen. Eine Lösung bringe nur der geregelte Katalysator, denn nur er verringere die Benzolbelastung drastisch. Zwei Punkte sind daran richtig: Daß Benzol krebserregend ist und der geregelte Kat auch dieses Gift um 90% beseitigt. Ansonsten haben sich die Düsseldorfer gründlich vertan : Nicht 3500 Tonnen, sondern allenfalls 870 Tonnen mehr ADAC motorweit 4/88 Widerspruch kam auch aus dem Bundesumweltministerium. Von einer zusätzlichen Gesundheitsgefährdungdurch Tanken bleifreien Benzins könne keine Rede sein. Der Benzolgehalt liege weit unter den erlaubten 5 1/2. Trotzdem werde die Bundesregierung aus Gründen des allgemeinen vorbeugenden ...