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... des Autos im Juni 1946 in der Fabrik von Tucker. Vielen hochgesteckten Zielen – und auch viel Gegenwind – zum Trotz stand der seit 1944 geplante Tucker 48 bei seiner Weltpremiere vor mehr als 3000 applaudierenden Menschen. Dass der Motor auch laufen würde, war Stunden vorher nicht abzusehen. Die Hinterrad-Aufhängung – revolutionär wie der Heckmotor – war kurz zuvor unter dem Gewicht des Zehnliter-Flugzeugmotors und zwei kurzfristig verbauter 24-Volt-Batterien à 80 kg zerbrochen. Außer Pressevertretern waren vor allem Investoren angereist. 50.000 Neugierige und 1800 Händler hatten 25 Millionen Dollar in das Unternehmen eingezahlt. Und sie bekamen das volle Programm. Besichtigung des Werks mit kleinen Zügen, Essen in Schichten, eine Bigband spielte auf. Die Fabrik war keine Fricklerbude, in der – wie damals üblich – Hotrodder oder Norman Timbs (siehe OCTANE Ausgabe 9) ihre Eigenkonstruktionen zusammenzimmerten, sondern eine Ansage. Ganz nach dem Motto »Go big or go home«. Auf dem 1,92 km2 großen Areal (inklusive der weltweit größten Fabrikhalle, im Krieg von Dodge für den Bau von Flugmotoren genutzt) wollte Tucker zunächst 120, Monate später 1500 Autos täglich fertigen. Der Prototyp mit Chassis-Nr. 1000 hatte den von Preston Tucker mit eisernem Willen geforderten 589-cui-Motor. Kein Tippfehler: 9652 ccm. Der Mann wollte viel Leistung und wenig ...