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... Produktivität und die hohe Abwesenheitsquote im Werk von Pomigliano d'Arco nicht nur mit der süditalienischen Mentalität zusammenhängen, sondern dass sie weitgehend dem örtlichen Racket, eben der Camorra, zuzuschreiben sind. Massacesi gibt zu, dass die Werkleitung eine schwarze Liste mit 500 bis 600 Namen aufgestellt hat, nämlich die Liste von Arbeitern, die sich vor der Arbeit drücken. Davon sind inzwischen 45 wegen mehrmaliger unberechtigter Abwesenheit bereits entlassen worden. Die Reaktion war eine doppelte. Unter den insgesamt 15 000 Arbeitern von Pomigliano d'Arco nahm sich die Mehrheit den Warnschuss zu Herzen. Der Tagesausstoss stieg danach um fast 100 Wagen und liegt heute bei über 500. Umgekehrt scheint, die Camorra solche energischen Eingriffe der Werkleitung nicht akzeptieren zu wollen. Jedenfalls kam es in 7 Fällen zu brutalen Racheakten gegenüber pflichtbewussten Arbeitnehmern von Alfasud: 3 Männer wurden erschossen, 3 weitere schwer verletzt, während einer dem Attentat wie durch ein Wunder entging. Offenbar wollte die Camorra ein Exempel statuieren, um nicht entmachtet zu werden. Das sind warnende Beispiele für die Zukunft der Joint-Venture-Produktion im zu bauenden neuen Werk zwischen Avellino und Neapel. Es ist klar, dass in der ARNA-Fabrik solche fast chaotischen Zustände nicht geduldet werden können und die ...