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... geben wird, wenn wir es wirklich knallen lassen. Zaghafter Druck aufs Bremspedal. Hmm, ein langer Weg, ehe sie packen (Mechaniker Stuart vermutet einen nicht ganz intakten Hauptbremszylinder). Doch sie funktionieren und verzögern den Abarth gleichmä- ßig. Als klar wird, dass uns die Bremsen nicht im Stich lassen, wächst mein Vertrauen. Ich gebe mehr Stoff, und der Fiat erwacht. Die anfangs so irritierend leichte Lenkung wird beim schnellen Wedeln durch Wechselkurven angenehm schwerer, ohne dabei ermüdend zu wirken. Für ein Cabriolet seiner Zeit war der 124 Spider sehr verwindungssteif, und wir beginnen zu verstehen, weshalb er solch ein guter Rallyewagen war. Er ist wunderschön ausbalanciert, fließt sanft zwischen den Kurven, und jeder Ausbruchversuch des Hecks lässt sich mit dem kleinen Lenkrad leicht korrigieren. Einziger Makel: die zu weich abgestimmte Hinterradaufhängung. Sie führt dazu, dass bei einer plötzlichen Kompression die Hinterreifen bedrohlich an den Radkästen schaben. Die Elastizität des Motors imponiert ebenfalls. Auch wenn er nach Drehzahlen giert, zieht er schon ab 2000 U/min und dann in linearer Manier bis zur roten Linie bei 6200 Umdrehungen hoch. Es ist kein Motor mit exotischer Klangnote, eher ein bodenständiges Triebwerk mit einem klaren und ungekünstelten Vierzylinder-Timbre – Zeugnis feiner Motorenbaukunst, ohne ...