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... dämmerlichten Räumen weitet Sich auch der Geist des wechselnden Gesprächs. So glitt das uns're leicht durch Zeit und Raum. Dort die Pompeji-Bronze gab den Flug Ins Land der Mignon und der Staufen-Sehnsucht; Der Marmor dort der „Tag"- und ,,Nacht"-Gestalten, Vom Mediceer-Grabmal zu Florenz, Er ließ Buonarrotis Kunst erstehen Und Lionardos hehres Abendmahl. Und jugendlich begeistert neben mir, Hochaufgestrafft die schlanke Mannsgestalt, So sprachst Du mir von vielem Großen, Schönen, — Nur nicht von Dir und Deinem Lebenswerke, Du Dichterherz mit Deiner Denkerstirn — Wenn Dichten heißt: des Herzens Träume formen Zu weithin sichtbar packender Gestalt, Und von dem Bild der Fornarina wandte Mein Blick sich einem andern, neuern, zu: Dem Bilde Deiner väterlichen Schmiede, Daraus der zukunftsstarke Knabe sprang Gleichsam in jenes zweite Bild hinüber, In Lenbachs Art, von Münchner Meisterhand, Das den Erfüller und Vollender zeigt Im Herbste seiner reichen Erntetat. Du hattest früh, als Knabe schon, vernommen Der Arbeit freudigernsten Königsruf. Sie hat aus Niedersachsen-Stahl geschmiedet Den Ehrendoktor und Geheimen Rat. Sie hat Dir alles Menschenglück errungen Im Kreise tücht'ger lebensstarker Kinder, Am Arme einer milden edlen Frau. Dann kam der große Tag der Weltenwende — Da durftest Du, beglückter Vater, senden Viel hundert ...