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... (in Brunkensen, Niedersachsen), was bei Grafen nie als Vorteil gilt. Die Mutter war Jüdin, sie überlebte letztlich Theresienstadt Der junge Herr entwickelteeinen recht konkreten Verdacht, was aus Nazi-Deutschland werden könnte, und ging1936 nach Amerika. Sein erstes Geld verdiente er mit dem «Choppen», also dem Verbö-sem von Autos, und für den persönlichen Bedarf dengelteer ziemlich dramatisch an einem Mercury herum, das Ergebnis nannte er «Paragon».Nach fünf Jahren bei der Army war er ein erwachsenerAmerikaner, hatte viel erlebt und nichts gelernt. Als aufgewecktes Bürschchen innerhalb des Adelsund Emigranten-Netzwerks konnte er indes die ärgsten Härten des Lebens abfedern Also hatte Goertz seinen Vorkriegs-«Paragon» wieder in Betrieb genommen und parktesich in New York ein, als vor ihm ein Mann ausstieg, der erfreulicherweise nichts weniger war als der Superstar des Industriedesigns im 20. Jahrhundert. Fünf Minuten früher oder spä-ter hätten sich ein anderer Parkplatz und eine andere Lebensgeschichte ergeben. So aber erblickte ein eleganterHerr ein komisches Automobil und sprach dessen Besitzer an. Ungefähr so: «I am Raymond Loewy. And who are you andwhat is this?»* Raymond Loewy (1893 bis1986), Amerikaner rumänischfranzösischer Abstammung, war DER Grossdesigner mit Bü- ros von ein paar hundert Leuten. Er entwarf Lokomotiven, Schiffe, Flugzeuge, ...