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... Es lautet sinngemäß: »Es ist leichter, einen Drachen zu zeichnen als einen Hund.« Diese Weisheit lässt sich ungefähr so auf das Zeichnen oder Designen eines Automobils übertragen: Es ist leichter, ein ganz neues Produkt zu ge stalten als die neue Generation eines Klassikers zu formen. Bei der Lancierung eines Modells in einem neuen Segment – und der Markt war in den letzten zehn Jahren erstaunlich kreativ im Erfinden neuer Marktnischen (z. B. das viertürige Coupé, Mini-SUV, Mikrovan etc.)! – kann man einfach drauflos zeichnen und muss lediglich die minimalen Kriterien der markentypischen Formensprache beachten. So läuft der Drache. Bei ihm ist die Fantasie gefordert; denn Hand aufs Herz: Noch kaum jemand ist einem solchen Wesen begegnet. So läuft aber nicht der Hund. Denn wir alle glauben zu wissen, wie ein Hund auszusehen hat. Alle sind befugt, ein Urteil darüber abzugeben und entsprechend ist es sehr anspruchsvoll, eine gelungene Neuinterpretation eines wohl bekannten und etablierten Modells zu kreieren. Wenn diese Aufgabe aber gelingt, dann lebt der Klassiker weiter. Und welcher Hersteller möchte dies nicht? Denn auf diese Weise entsteht ein Alltagsmythos. Dem Mythos eigen ist eine gewisse Aura oder eine »heilige« Grundform und Identität, die unantastbar ist. So funktionieren Coca-Cola, McDonalds oder die katholische Messe. Ich nehme an, ...