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... torsport ist er fast an jedem Wochenende bei irgendeiner Rennveranstaltung – bis auf Bugatti war bislang jede Marke (VW, Audi, Seat, Skoda, Lamborghini, Bentley, sogar Ducati und MAN) irgendwie involviert. Aber beim historischen Rennen »zu Hause« lässt er es sich nicht nehmen, selbst ins Steuer zu greifen. Denn er stammt aus dem nahen Oberstdorf. Klar, dass der Chef den wertvollen »Bentley 4.5 Litre Supercharged« steuert, wie der Blower offiziell heißt. Allerdings war der Renn-Laster nicht der Liebling von Firmengründer W. O. Bentley: Sein »Bentley Boy« Tim Birkin schwor einst darauf, den 4.5 Litre noch ein bisschen stärker zu machen. So baute die Firma 50 kompressorbefeuerte Straßenautos als Homologation für die Rennwagen, die auf Langstrecken glänzen sollten. Trotz 170 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von rund 160 km/h gewannen die Blower allerdings nie ein Rennen. Aber die Herzen. Wie jetzt am Berg. Nach einer kurzen Geraden hinterm Start beginnt die Schlängelei, und ein heller Bentley-Overall verdeckt die ungeheure Muskelarbeit, die Dürheimer leisten muss, um den Blower den Berg hinaufzujagen – selbst wenn er sich heute mit 85 Prozent von möglichen 100 Prozent Einsatz zufrieden gibt. Das Auto wurde nicht gebaut für enge Kehren. Es sollte ein Langstreckenrenner für Le Mans sein, mit mächtigem Drehmoment: »Ich nutze nur den ersten und ...