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... zu machen“, Gas galt in den Haus haltungen als vielbestaunter Luxus und elektri sches Licht sah man eigentlich nur als Ausstellungs„wunder". Der Eisenbahn-Verkehr funk tionierte freilich schon ordentlich; aber der Orient-Expreß passierte um die gleiche Zeit (im Juni 1883) erstmals den Stuttgarter Bahn hof, als Daimler im benachbarten Cannstatt eben das Modell zu seinem Schnelläufer fertig gestellt hatte. Wohl feierte man im November 1883 das hundertjährige Jubiläum des ersten Aufstieges eines Luftballons, stellte jedoch gleichzeitig fest, „daß das hundert Jahre alte Kind noch immer in den kleinsten Kindersdmhen steckte“. Sprechmaschinen (Phonogra phen) führte man in den Schulen hie und da als „nicht mehr zu überbietende Schöpfung genialer Erfinder“ vor; drahtlose Sprechmög lichkeiten (Rundfunk) kannte man überhaupt noch nicht, und in Berlin bildete man sich Gottweißwas darauf ein, daß man „in der Reichshauptstadt“ seit April 1881 ein sogenann tes Ortsfernsprech-Netz habe. Photographieren war eine Kunst, die gelernten Meistern Vorbe halten war und nur mit gewaltigen Kameras auf festen Stativs ausgeübt werden konnte; so genannte „Moment-Aufnahmen“ vermochten sich nur kapitalkräftige „Amateure“ zu leisten. Im Buchdruck dominierte noch der Holzoder Stahlschnitt; die erste klischierte Wiedergabe einer Photographie im ...