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... sie bei uns und weiter nördlich erst auf langen Spiralwegen den Kern des Tiefdruckgebietes erreicht (vergl. Abb. l), so dass diese Gebilde sich hier durch die wirbelartige Luftbewegung zuerst noch verstärken können, sich viel länger halten und dann auch viel langsamer ausfüllen. Auf ein Luftteilchen wirken also in der Hauptsache vier Kräfte ein: 1. Die Gradientkraft, die es nach dem Kern des Tiefs zu ziehen sucht. 2. Die ablenkende Kraft der Erdrotation, die es von seinem Weg auf der Nordhalbkugel nach rechts zieht. 3. Die Zentrifugalkraft, die es noch weiter nach rechts zieht. 4. Die Reibungskraft, die verzögernd und der beobachteten Windrichtung etwa entgegengesetzt wirkt. Es muss noch bemerkt werden, dass die e i n strömende Windkomponente mit zunehmender Bodenreibung stärker wird. Weil aber über Wasser die Reibung gering ist, werden dort die Tiefdruckgebiete von den Luftmassen mehr u m kreist, auf dem Festland dagegen, wo die Reibung am Boden durch die Vegetation, Gebirge und anderes sehr stark vergrössert wird, findet verstärktes Einströmen und damit viel schnelleres Auffüllen der Tiefdruckgebiet statt (Abb. 2). Sobald ein starkes Ozeantief auf das Festland übertritt, verliert es deshalb aus den angegebenen Gründen, schnell an Energie, eine Tatsache, die man fast jeden zweiten Tag anhand der Wetterkarte beobachten kann. Es ist natürlich, dass die ...