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... auf deutschen Straßen vermittelt doch seit Jahren ein dramatisch anderes Bild. Abstandssünder werden mit immer ge naueren Mitteln dingfest gemacht und zur Kasse gebeten. Videoanlagen mit den neu tralen Kürzeln Vama und Vibram dokumen tieren fehlende Distanzen rechtskräftig, und sie amortisieren ihre hohen Anschaffungs kosten in kurzer Zeit. Während 1992 nur 52 000 „Deliktmit teilungen“ zum Thema Sicherheitsabstand beim Kraftfahrt-Bundesamt aktenkundig wurden, waren es fünf Jahre später schon 113 000. Die aktuellste Zahl stammt aus dem Jahr 2000: Da wurden bereits 141 000 Autofahrer erwischt, die zu dicht auffuhren. Auffällig ist dabei das Nord-Süd-Gefälle: Während es in Bremen, Hamburg und eben auch in Mecklenburg-Vorpommern je weils weniger als 1000 Fälle pro Jahr waren, suchten in Nordrhein-Westfalen immerhin schon 20 000 Autofahrer eine unziemlich geringe Distanz zum Vordermann. Spitzenreiter in der Disziplin „Enge Verbundenheit“ sind aberdie Bayern. Mit 68 000 geahndeten Delikten der Klasse H (Sicherheitsabstand) kommt dem zu dich ten Dahinrollen im Land des Fingerhakeins offenbar eine besondere Bedeutung zu. Über die Gründe lässt sich nur spekulie ren. Vielleicht ist mangelnder Sicherheits abstand als Unfallursache in Meck-Pomm tatsächlich so selten, dass dort noch nicht einmal die Polizei Notiz nimmt. Oder es sind die ...