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... tauchen wir in ihre Geschichte ein: »Wenn man in einer Autound Motorradwerkstatt aufwächst, dann ist einem das nicht fremd. Ein Mädchen ist da nicht anders als ein Junge. Das wird einem nur eingeredet: ‚Gib mal her, das kannst du nicht!‘ So etwas hat mein Vater nie gesagt, weil er keinen Sohn hatte. Das war mein Glück! Ich habe immer mit ihm geschraubt, vor allem in der Laube – nach dem Krieg waren wir in der Stadt ausgebombt. Und er hat mir erzählt von seinen Motorradfahrten durch die Wüste Sinai nach Ägypten, wo er 1929 gefahren ist. Das waren meine Märchenbücher. Meine Mutter fand das natürlich ganz furchtbar. Wenn eine Frau mit dreckigen Fingernägeln rumläuft, wie ein Junge latscht und dann noch berlinert!« Dementsprechend wurden die Vorführwagen dann zunächst heimlich entwendet, wenn die Eltern im Sommerhäuschen saßen. »Nach dem Krieg gab es nicht so viel Abwechslung wie heute. Wenn dann die Autos praktisch vor der Tür rumstehen, dann nutzt man das auch. Das ist wie bei einem Bäcker, dem die Kinder die Kekse klauen.« BLATT VORM MUND? Mit kernigen Werbeslogans hat sie das Opel-Haus ihres Vaters nach vorne gebracht. Rund um den Globus nahm sie an Rennen teil, als Nächstes reist Heidi Hetzer mit dem 1930er Hudson (ganz rechts) um die Welt. Jedes abgeschlossene Lebensjahr feiert sie mit einem ein Zentimeter langen Strich (Foto rechts), ...