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... kompakter Federn kürzere und leichtere Ventile ermöglichte. Doch mit der Entwicklung neuer Stahllegierungen setzten sich auch im Colombo-Motor Schraubenfedern durch. Der tiefere Sinn dieses Neudesigns wurde spätestens mit der Ankunft des Ferrari Testa Rossa 1957 deutlich. Sein von den namensgebenden roten Ventildeckeln gekrönter Motor schaffte erstmals die magische Marke von 100 PS pro Liter. Zumindest fast, waren es doch exakt 290 Brems-PS aus 2953 ccm. Neben sechs Weber-38-DCN-Vergasern kam als wichtigste Modifikation ein auf 250 ccm pro Zylinder gewachsener Hubraum hinzu – ergo die Bezeichnung 250. Inklusive »richtiger« Kopfdichtungen anstelle der zuvor verwendeten Dichtringe, zusätzlicher Kopfschrauben und größerer Hauptlager. Wie sich herausstellte, kamen die Zylinderköpfe bis auf eine wichtige Abweichung nun denen aus dem größeren Lampredi- Motor sehr nahe. Bei letzterem wurden die nassen Zylinderlaufbuchsen – sehr ungewöhnlich – in den Zylinderkopf geschraubt, was eine herkömmliche Kopfdichtung überflüssig machte. Mit dem Pferdefuß, dass eine Zylinderkopfwartung für die damit beschäftigten Mechaniker zu einem größeren Kampf mit den Spannbändern der Kolbenringe ausartete. Lampredi war übrigens schon nicht mehr an diesem Redesign beteiligt – er war 1955, und damit fünf Jahre nach Colombo, zu Fiat gewechselt. Doch Vittorio Jano war noch dabei ...