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... IAA 1977 Die glorreichen Sieben Warum sich Deutschlands Auto-Bosse im letzten Geschäftsjahr goldene Nasen verdienten. Von Hans-Robert Richarz Mitten im Sommer lud Deutschlands Auto-Industrie zum Erntedankfest. Grund zum Feiern gab es genug. Denn auf Haupt versammlungen zwischen Wolfsburg und München freuten sich Aktionäre über fette Dividenden, glänzten Vor stands-Chefs mit makellosen Bilanzen und schauten Aufsichtsräte wieder beruhigt in die Zukunft. Der Blick zu rück im Zorn - vor kurzem noch bran chenübliche Art der Vergangenheits bewältigung - fiel diesmal aus, Klage lieder wurden nicht mehr angestimmt. „Produktion und Belegschaft, Absatz und Umsatz stiegen so sprunghaft an, daß wir jetzt zu den Großunternehmen Westdeutschlands gerechnet werden können", jubelte BMW-Chef Eberhard von Kuenheim. Kollege Joachim Zahn von Daimler-Benz formulierte, den Ge pflogenheiten seines Hauses entspre chend, etwas zurückhaltender und sah „Produktion und Umsatz auf einem neuen Höchststand". Die deutsche Auto-Industrie präsen tiert sich zu Beginn der Internationa len Automobil-Ausstellung in Frankfurt in der Tat so gesund wie schon lange nicht mehr. So fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit 2 142 087 Audi und Volkswagen, 925 992 Opel, 821 638 Ford, 370 348 Mercedes, 226 688 BMW und 37 350 Porsche Kundschaften. ...