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... Vom kleinen seitlichen Stollen (Sohlstollen) aus werden die Tunnelkalotte und der Mittelkern ausgebrochen, bis das Vollprofil erstellt ist. (Fotos Daniel Reinhard) Rapperswil braucht einen Seetunnel Der ganze Vortrieb war von Sü- den nach Norden, von Alpnachstad Richtung Hergiswil, vorgenommen worden. Ein erstes Teilstück ist im Rohbau fertiggestellt: Die Röhre ist hier in ihrem vollen Umfang ausbetoniert, die Zwischendecke, über der die Lüftungskanäle liegen, ist eingesetzt. Bei Tunnelmeter (Tm) 914 verbreitet sich die Röhre: Hier beginnt die Vorsortierspur für den abzweigenden Anschlusstunnel für den Verkehr vom Brünig Richtung Gotthard, der über eine einspurige Fahrbahn von 340 m Länge direkt in die nach Süden gerichtete Fahrbahn der N 2 mündet. Grosse Bauschwierigkeiten ergaben sich ab Tm 1302: Hier beginnt eine rund 260 Meter (im abzweigenden Tunnel 230 m) lange Gehängeschuttmasse, deren Aufbau sich aus Lockergestein, aus einem kohäsionslosen Gemenge von kantigen Steinen und Blöcken zusammensetzt. Um diesen Tunnelabschnitt zu erstellen, um eine genügende Beherrschung der vom Berg auf die Tunnelsicherung ausgeübten Kräfte und eine Erhöhung der Sicherheit für die Mannschaft zu erreichen, musste die sog. «Deutsche Baumethode» angewendet werden. In ihr wird das Tunnelprofil in verschiedene, zeitlich gestaffelt zu erstellende kleinere Stollen aufgelöst. ...