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... ihrer wirklichen Vorzüge. Der Ruf ba siert auf Ferraris unbestreitbaren Rennerfolgen. Und die Propaganda hat es fertiggebracht, Glanz und Geheimnis der feurigen roten Ein sitzer auf seine normalen Per sonenwagen zu übertragen, sie zu Verkörperungen automobiler Männlichkeit zu machen. Ferrari gilt als Genius wie Ettore Bugatti, der eine ganze Serie von mechanischen Meisterwerken ge baut hat. Vom ersten 1,5 Liter Ferrari Typ 125 aus dem Jahre 1947 bis zu seinem modernsten 5 Liter Superfast wurden alle seine Modelle als beste und schnellste ihrer Art angesehen. Und zwangs läufig rühmt man den Mann, des sen Namen sie tragen, für ihr Kon zept und ihre Konstruktion. Ein Genius mag er sein. Aber wenn, dann auf dem Feld des Mythus- Schaffens, nicht auf konstruktivem Gebiet. Im Gegensatz zu Bugatti hat Ferrari selbst wenig mit der Konstruktion seiner Wagen zu tun. Den Schlüssel zur Ferrari-Legende findet man beim 60° V 12-Motor, für dessen Konzept und Entwick lung Gioacchino Colombo vor rund 20 Jahren verantwortlich zeichnete. Mit Ferraris Fahrgestell-Konstruk tionen sei es niemals weit her gewesen. Selbst die Rennerfolge der Marke kann man mehr den Motoren als den Chassis zurech nen. Die niedrigen roten Wagen haben nicht wegen, sondern trotz ihrer Lenkung, Radaufhängung und Bremsen gewonnen. Ferrari baut nur Fahrgestelle mit Motoren. Die ...