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... im Mailänder Werk hatte unterschreiben müssen und nach der er sich verpflichtete, für jeden Schaden am Wagen selbst aufzukommen. Bei einem Sportcoupe mit über 165 km/h Spitze und einem Kaufpreis in Italien von 1,9 Millionen Lire keine Kleinigkeit! Ein Papier nach dem andern gaben die Beamten zurück, nur den deutschen Führerschein behielten sie kopfschüttelnd in der Hand. „Nicht gültig", sagten sie. „Ein Wagen mit italienischer Nummer" — unser Sportcoupe hatte das Kennzeichen MI-270683 — „darf nur mit italienischem oder internationalem Führerschein gefahren werden!" Da der Tester beides nicht hatte, da außerdem nicht zu erhoffen war, daß in Italien das Auge des Gesetzes weniger streng wache als anderswo, blieb ihm nichts anderes übrig, als sehr traurig die Frage zu stellen: „Also zurück nach Mailand?" Doch mit einer großzügigen Geste reichten die beiden Polizisten den Führerschein zurück und meinten: „Fahren Sie weiter, wohin und solange Sie wollen!" Lächelnd legten sie die Hand zum Gruß an den Sturzhelm. Im Rückspiegel sah der Tester sie noch lange dem azurblauen Coupe nachblicken. Es weht irgendein Geheimnis um den Giulietta Sprint. Obwohl er schon vor einem Jahr, auf dem Turiner Salon 1954, zum erstenmal gezeigt worden war, blieb es in der Folgezeit doch lange, allzu lange still um ihn. Hatte das Mailänder ...