Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... vernarbte Gesicht in den Armen, langhingestreckt auf dem Boden. Der Schwede sagte leise: «Und dann kam er zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: « Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen ?» So war es, so ist es, so wird es immer sein. In deiner schwersten Stunde bleibst du einsam mit deinem ringenden Herzen. Reste von Farbe und die Lebensgrösse der frei im Gelände stehenden Figuren gaben einen quälenden, bedrückenden Anschein des wirklich leidenden Lebens. «Wo aber bleibt des Johannes Bruder, des Zebedäus zweiter Sohn, wo bleibt Jakobus?» fragte der Schwede, «Jakobus, der doch auch den Herrn auf den Berg begleitet hatte?» Ich schlug die Zweige des blühenden Flie^ derbusches auseinander: drinnen, im Dunkel des Geästes, bei den flaumgepolsterten •^"ogelnestern, träumte der steinerne Jakobus mit halbgeöffneten Augen, gewahrte nicht hörte nicht, wie der Menschen grausame Steinwürfe über den rostigen Draht hinweg seinen Herrn noch einmal getötet; da, im dämmernden Schatten sass Jakobus unter den blühenden Dolden, lauschte dem Summen der Bienen und dem Gesänge der Vö- gel und versäumte Verfall und Zerstörung. «Er träumt», sagte der Schwede, «lass ihn träumen. Vielleicht überwächst bald der blühende Flieder auch seinen Bruder Johannes, überwächst den müden alten Petrus und verhüllt mit dem Vorhang des wachsenden Lebens auch noch den ...