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... dabei der Kostenfaktor vergessen wird. Der Unterschied im Verkaufspreis zwischen einem BMW 328i, der mit seinem ultramodernen Motor in der Mittelklasse bereits die Messlatte setzt, und dem M3 beträgt immerhin rund 30 000 Franken. Auch wenn ein Teil dieser Preisdifferenz für Anpassungen an Fahrwerk, Bremsen und Reifen aufgewendetwurde, rechnet sich der Unterschied schwergewichtig aus dem aufwendigen Motorentuning. Die gleichen motorischenMassnahmen würden einen Kleinwagen um mehreretausend Franken verteuern, sie sind zudem an den gegenwärtigen Serienmotorenkaum durchführbar. Für viele dieser Modelle müssten neue Motoren entwickelt werden, was eine gewaltigePreiswelle zur Folge hätte. Langfristige Planung istdeshalb unabdingbar, und weil die Motoren in der Entwicklung so teuer sind, müssen sich die Entwicklungskosten auf möglichstviele produzierte Einheiten aufteilen. Die Zeiträume,während denen eine Motorenfamilie produziert wird,rechnen sich nicht nach Jahren, sondern oft nach Jahrzehnten. Darum ist der Wunsch der Motorenhersteller an die Politiker nach langfristigen Vorankündigungen neuer Abgasvorschriften nicht als Versuch zu werten, eine Schikane abzuwenden, sondern er beruht auf der begründeten Sorge, einen oder gar mehrere Motoren aus dem Programm kippen und vorzeitigzum alten Eisen werfen zu müssen. Verständlicherweise setzt die ...