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... erfolgten. Davon abgesehen hat der Jaguar bessere Details als der Porsche. Der Power-»Buckel« zum Beispiel verleiht der Geometrie der Haube irrationale Komplexität. Die Chromspange, welche den perfekt geformten Kühlergrill teilt, hat weder etwas mit Aerodynamik noch mit dem Genie des Designers zu tun. Sowohl Porsche wie Jaguar haben um die Fahrzeugecken herumgezogene Stoßstangen, doch sind die vom Jaguar irgendwie lasziver. Callum sagt: »Alles dient dazu, dem Auto genug Stil zu verpassen, um es faszinierend wirken zu lassen.« Wenn wir uns beide so anschauen, kommt man nicht umhin festzustellen, wie wenig in puncto Design wirklich neu war. Frühe 911er hatten Motoren, die noch direkt auf Hitlers KdF- Volkswagen zurückgingen. Und die horizontalen Rückleuchten des E-Type? Gab es so ganz ähnlich schon im Jaguar Mk10, wo sie allerdings vertikal angebracht waren. Trotz ihrer Unterschiede haben Porsche und Jaguar stilistisch betrachtet viel gemeinsam. Bei beiden stehen die Details in Harmonie zum Gesamtentwurf – man kann auf Anhieb schon an einem kleinen Ausschnitt einen 911 und einen E-Type erkennen. Fast wie ein Organismus entwickelt sich die Gesamtheit beider Autos aus ihren elementaren Teilen. Es braucht Zeit, um zum Klassiker zu reifen. 911 und E-Type brauchten Jahrzehnte dazu. Dabei glaube ich noch nicht einmal, dass F.A. Porsche und Malcolm ...