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... 33000 Litern Sprit unterwegs: Neckarhafen Stuttgart. Es ist kurz nach Mittag. Der weiße 38-Tonner- Mercedes-Tanklastzug rollt dröhnend ans Tor des Mineralöllagers. Es ist einer der 11 000 Tanklaster, die Tag für Tag unsere Tankstellen mit Treibstoff versorgen. Ich klettere die drei Stufen zum Führerhaus hoch und schwinge mich in den Beifahrersitz. 12 Stunden lang werde ich mitfahren. Ich will wissen, wie das ist, wenn man sich mit so einem 13 Meter langen Koloß und rund 33 000 Litern Sprit im Rücken durchs Verkehrsgewühl zwängen muß, welche Probleme der Fahrer hat, wie sicher so ein Tankzug ist, wie die Belieferung der 33 000 bundesdeutschen Tankstellen überhaupt vor sich geht. Mein Fahrer heißt Siegfried Koch. Er ist 33 Jahre alt, dunkelblond, drahtig. Er legt die Tachoscheibe ein, wirft einen Blick auf die Lieferscheine, dann starten wir. Allerdings nicht, weil irgendwelche Tankstellenpächter uns telefonisch geordert haben, sondern weil ein Disponent in der Auslieferungszentrale schon vor acht Tagen kalkuliert hat, daß die Pächter Linder (Salach), Müller (Donzdorf) und Glemnitz (Eislingen) ihren Vorrat soweit verkauft haben, daß sie genau heute, Freitag, neu beliefert werden müssen. Manche Pkw-Fahrer kennen die Probleme der Brummis nicht Wir zockeln auf der Schnellstraße Stuttgart—Plochingen mit Tempo 60 dahin. Verdammt ...