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... Das Ergebnis wurde 1955 auf dem Turiner Autosalon präsentiert: der Lincoln Indianapolis. 1955 war Gian Paolo Boano gerade mal Anfang zwanzig, aber an der Seite seines Vaters Felice Mario Boano hatte er bereits mehrere Jahre Autos entworfen. Zuerst bei Ghia, dann bei der Carrozzeria Boano. Berichten zufolge war der junge Boano ein kleiner Playboy, der das Leben in vollen Zügen genoss. »Ich habe immer mit großem Enthusiasmus gelebt und konnte mir alle Wünsche erfüllen«, sagte er in späteren Jahren. Bei so viel Leichtigkeit im Leben konnte das unverschämte Glück, für Henry Ford II ein Konzeptdesign zu realisieren, den jungen Italiener nicht allzu sehr beeindrucken. Ein Freund von Boano hatte bei der Ford Motor Company gearbeitet und vorgeschlagen, auf der Basis eines Lincoln-Chassis ein Auto für den Turiner Autosalon zu entwerfen. Anfang 1955 wurde bei Boano das Lincoln-Chassis mit der Nummer 58WA10902 angeliefert. Das Fahrgestell hatte einen 225 PS starken 341ci-V8-Motor mit Vierfachvergaser sowie 4-Gang-Automatikgetriebe, Einzelradaufhängung vorn mit Dämpfern und Schraubenfedern, Blattfedern an der angetriebenen Hinterachse und Trommelbremsen rundum. Eine heiße Spezifikation für die damalige Zeit! Das Projekt Indianapolis war typisch für den italienischen Autobau der 1950er-Jahre. Es begann mit kaum mehr als ein paar ...