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... endete just vor Eisendrauts Betrieb. Sind Fälle wie dieser typisch für den deutschen Gebrauchtwagenmarkt? Rechtsanwalt Siegfried Mehnle vom ADAC: »Leider gibt es eine Vielzahl unseriöser Händler, die unerfahrenen und gutgläubigen Interessenten Autos zu völlig unangemessenen Preisen andrehen. Autos, die oft in schlechtem technischen Zustand sind, optisch aber blenden. Oder aber: Die Autos werden billig eingekauft und zu völlig überhöhten Preisen wieder verkauft.« Das stimmt bedenklich, denn immerhin wechselten 1975 etwa 4 Millionen Gebrauchtwagen ihre Besitzer. Die Hälfte dieser Verkäufe, so schätzt der ADAC, ging mit Zeitungsanzeigen oder auf speziellen Märkten (z. B. Autokinos) privat über die Bühne. 30% der Gebrauchtwagen laufen durch den Kfz-Vertragshandel, die restlichen Bevor ZDF-Mitarbeiter Gerd-Hasso von Härder seinen gut gepflegten Renault 4, Baujahr 1970, 86 000 km, verschiedenen Vertragsund Gebrauchtwagenhändlern in Frankfurt zum Kauf anbot, hatte er einen Blick in die Schwacke-Gebrauchtwagenliste geworfen: Sein Auto stand dort mit 1050 DM zu Buche. Ingenieur Perkuhn (Foto) vom Frankfurter ADAC-Prüfzentrum: »Getriebe-Synchronisation und Achswellen sind defekt.« VW-Glöckler bot 900 DM. Der Renault-Filiale von Glöckler war das Auto glatte 2000 DM wert, aber Opel- Händler Georg von Opel nur müde 550. ...