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... klapprige Amischlitten von Chrysler kurzerhand zu Lancias umlabelte und hoffte, diese mit Hilfe von traditionsreichen Modellnamen unbedarften europäischen Autokäufern als Luxus-Produkte unterjubeln zu können, gibt es Verflechtungen zwischen der italienischen und der amerikanischen Automobilindustrie. Besonders eng war diese immer schon zwischen der Turiner Carrozzeria Ghia und Chrysler. Ghia war in der Riege italienischer Designer und Karosseriebauer einer der traditionsreichsten und hatte seit seiner Gründung Anfang der 1920er-Jahre vielleicht für mehr Marken atemberaubende Karosserien entworfen als jeder andere Turiner Auto-Couturier – auch für Fiat. Ganz so dreist wie Marchionne – neues Logo auf alte Modelle – trieben es die Fiat- Oberen damals aber nicht. Im Gegenteil! Statt Fake- Labels auf billige amerikanische Massenware zu kleben, beauftragten sie heimische Edel-Karossiers damit, ihre alltagstaugliche Stangenware zu wunderschönen Einzelstücken und Kleinserien umzuarbeiten. Im Falle des Fiat 1100 diente dabei ab 1953 die Turismo Veloce, oder abgekürzt »T% genannte Sport-Version als Basis. In der eigenen Werkstatt für Spezial-Karosserien »Fiat Carrozzerie Speciali« entstanden zunächst in geringer Stückzahl recht hübsche, aber stark vom aktuellen amerikanischen Geschmack der Zeit beeinflusste »1100 TV Trasformabile« genannte ...