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... 1 MAX NOTZLI Auf Seite 19 dieser Ausgabe berichten wir von einem kuriosen Automobil: einem orangeroten2002 tii, der von der Klassik-Abteilung von BMW fast vollständig aus Originalersatzteilen neu aufgebaut wurde. Spinnerei? Fingerübung fürRestaurateure? Nein, das Projekt hat zunächst einmal einendurchaus kommerziellen Hintergrund: Es soll den Klassik-Freunden als Beweis dienen, dass die meisten Originalersatzteile noch vorhanden sind, um die Youngund Oldtimer der bayrischen Marke fachgerecht reparieren oderrestaurieren zu können. Die Tatsache, dass es eines solchen Beweises bedurfte,lässt aberund das ist die weniger erfreuliche Seite daran -auch den Umkehrschluss zu. Nämlich, dass das Vorhandensein von weit zurückreichenden Ersatzteülagem keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. In der Tat ist vor allem bei Herstellern, die keine grosse Markenhistorie vorweisen können (und leider nicht nur bei ihnen), das Sensorium für die Wichtigkeit lückenloserund weit zurückreichender Ersatzteilsortimente nicht besonders ausgeprägt. Schnelle Modellwechsel und teure Lagerhaltung verstärken die Wegwerfmentalität: Nur weg, Platzschaffen für Neues, heisst die Devise. Die Dummen sind die Enthusiasten, die sich der Oldtimerei verschrieben haben und damit einen Beitrag zur Erhaltung des Kulturguts Autoleisten. Wenn selbst für ein kaum 20-jähriges ...