Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Auch bei Ford stand ihm der Himmel offen: Mitte 1966 sollte der einstige Ford-Lehrling Ford-Ge neraldirektor werden. Aber er kündigte und heuerte in fremder Branche an, als Verkaufsvorstand bei der Rheinstahl AG in Essen. An der Ruhr fand der Stahl-Fremdling eine Situation vor, die sich im Vergleich zu seiner jetzigen Aufgabe als ziem lich harmlos darstellt. Rheinstahl war wie VW eine renommierte Firma, beide waren in die roten Zahlen geraten: Rheinstahl machte 140 Millionen Mark Verlust, VW aber 800 Millionen. Die Aufgabe bei Rheinstahl kommentierte Schmücker auf seine kühnheroische Art: „Das kostet mich zehn Jahre mei nes Lebens.“ Das Rheinstahl-Produktionsprogramm - Stahl, Lastwagen, Baumaschinen, Werft, Bergund Maschinenbau — war im klassischen Sinne nicht zu sanie ren. Schmücker verkaufte die Werke für Lastwagen und Maschinenbau und trennte sich von den Zechen. Was übrigblieb, der weite Stahlbereich, wur de an den mächtigen Thyssen-Trust verkauft. Wenn damit Rheinstahl als selbständige Unternehmenseinheit auch verschwunden war, so hatte Schmücker den Arbeiter doch die Ar beitsplätze und den Aktionären das Kapital gerettet. Schmücker war von vornherein klar, daß er beim Volkswagenwerk nicht das letztlich doch beachtliche Ergebnis von Rheinstahl erzielen könne - in Wolfs burg waren die Dinge zu verfahren. Das alte NSU-Werk ...