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... ist ein seltsames Nebeneinander, doch es spricht Bände. Inmitten von Werkzeug, ausrangierten Frontverkleidungen, Schaltplänen und Zylinderköpfen steht ein Bügelbrett. Unser Gastgeber Gianni Reggiani lässt den Blick durch seine Werkstatt schweifen, bevor er den Blickkontakt erwidert. Er und seine Frau wohnen eine Etage höher. Doch nach dem letzten Erdbeben verbrachten sie drei Tage und Nächte hier unten im Erdgeschoss. »Genauer gesagt haben wir in dem Auto gewohnt, das hier steht«, sagt er, wobei sein Blick immer noch zurückwandert zum Notausgang. »Wir haben die Türen offen gelassen, falls wir mal schnell raus müssen.« Mehr sagt er dazu nicht. Aber allein der Gedanke daran, wie es gewesen sein muss, lässt einen erschaudern. Dann durchbricht ein Röhren, das nur zu einem Lamborghini V12 gehören kann, die Stille, und ein vorbeidonnernder giftgrüner Miura erinnert einen daran, wo wir uns hier befinden: nahe der Wiege des Supercars. Reggianis Garage ist nur eine von zig Werkstätten dieser Art, aber eine der ältesten und legendärsten, selbst wenn nicht viel darauf hinweist. Um sie zu finden, muss man schon genau wissen, wonach man sucht. Das passt. Je nach Blickwinkel ist der 68-Jährige Kfz-Mechaniker, Motorenkonstrukteur, Fahrwerkguru, Autodesigner oder Restaurateur. Mit Humor gibt er gern Geschichten vom »alten Modena« zum Besten, trotzdem gehört er nicht zu ...