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... »Also ging ich zum Angriff über«, berichtete der über Nacht zum Nationalheld gekürte Franzose später. »Victoire Française!« jubelte ein danach herausgegebenes Poster mit der Zeichnung eines darauf fast schon hübsch wirkenden 145. Doch nach einem weiteren Sieg Dreyfus’ beim Cork Grand Prix in Irland zwei Wochen später war es mit der Delahaye-Herrlichkeit auch schon wieder vorbei. Lucy Schell verkrachte sich mit dem Komitee des Fonds de Course, nachdem dieser für 1938 weitere Fördergelder an Talbot statt Delahaye ausschüttete. Im August 1939 trennte sie sich von den Blauen und erwarb stattdessen zwei Maserati 8CTF. Auch nach dem Tod ihres Mannes Laury bei einem Autounfall machte sie weiter und nannte die Maserati für die 500 Meilen von Indianapolis 1940. Damit ersparte sie Dreyfus und dem zweiten Fahrer René Le Bègue den Einzug in die französische Armee. Während sie noch in den USA weilten, kapitulierte Frankreich vor der deutschen Wehrmacht. Woraufhin, wenig überraschend, der Halbjude Dreyfus nicht mehr ins Nazibesetzte Heimatland zurückkehren wollte und stattdessen in die US-Armee eintrat. Nach dem Krieg eröffnete er in Manhattan zusammen mit seinem Bruder das Restaurant »Le Chanteclair«, das schnell zum Treffpunkt der New Yorker Rennsportszene avancierte. Der Millionen-Delahaye war bei Kriegsbeginn versteckt und so vor dem Zugriff der Deutschen ...