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... der Stille seiner tburgauischen Klause aus die immer unbegreiflicher werdende -Welt noch mit objektiven Augen verfolgen, und er sitzt so fest auf den Schollen der Väter, dass er dazu berechtigt ist, sein Dichterhaupt in ehrlichem Nichtbegreifen zu schütteln. Im Grunde genommen treibt er in seinen köstlich gelungenen Mundart-Gedichten eine geheime Philosophie, der das Rasen, das Hetzen, die Oberflächlichkeit unserer Tage zur Qual werden muss. Er macht sich zum Verteidiger jener ewigen Begriffe, denen heute der Untergang droht: Naturfreudigkeit, Gottesfurcht, Ruhe und Andächtigkeit. In seinen von einem ganz erstaunlichen sprachlichen Reichtum zeugenden Mundart-Gedichten lässt er eine scharfe Ironie auffunkeln, in deren Licht die Jämmerlichkeiten moderner Errungenschaften ein ganz merkwürdiges Aussehen bekommen. Wie geisselt er das snobistische Besser-Wissen eingebildeter Dorfgrössen, die «entgemütete. verfrivolte, verbankkrachte. stratosphärenvernarrte, goldzahnent- ßtellte, verbombenattentatete, vergrasshopperte Menechenblase», der keine beilsame Erkenntnis mehr kommen will. Wunderbar persifliert er in der goldenen Brücke den Wert verstaubter Grossväter- Phrasen und in den «Glossen vom Tage» nimmt er sich die bekanntlich immer an TJneigennützigkeit krankenden Parteimenschen vor; scharf stellt er auch in der «Krisezit» das ewige geistlose Jammern über die Krise ...