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... oder einem historischen Ferrari 275 bringt man hier niemanden dazu, von seinem güldenen iPhone aufzublicken. So verwundert es nicht, dass unser graues Cabriolet an der Ampelkreuzung niemandem ernsthaft auffällt, obschon diese ebenso opulent wie grazil gezeichnete rollende Sonnenterasse hier kaum mal jemand zu Gesicht bekommen haben dürfte. Schließlich fährt nebenan doch noch ein Autofenster runter. »Was ist denn das für ein Auto? Ich glaube, mein Mann hatte auch einmal so einen«, jubelt eine aufgedrehte Mittfünfzigerin aus ihrem Range Rover herüber. »Mein Mann hat hier früher bei Siemens gearbeitet. Tolles Auto. Das werde ich ihm gleich erzählen.« Wie alt der Ehemann der begeisterungsfähigen Amerikanerin auch sein mag: Dass sein Dienstwagen bei Siemens ein offenes Mercedes 300 d Cabriolet D war, muss dann doch ernsthaft bezweifelt werden – egal, wie erhaben seine Führungsposition gewesen sein mag. »Von dem Adenauer Cabriolet wurden 65 Stück gebaut. Wie viele es noch gibt, wissen wir nicht genau. Viele sind es aber sicher nicht«, erklärt Mike Kunz, Chef des Mercedes Klassikcenters in Irvine, eine halbe Stunde südlich von Los Angeles. Von der exklusiven Limousine gab es immerhin rund 3000 Stück. Zudem eine auf 5,64 Meter verlängerte Pullman- Version und nicht zu vergessen das Landaulet-Einzelstück, in dem sich der Papst gern ...