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... dem Krieg hatte ein neues Automobil nicht gerade die höchste Priorität in der Schweiz. Doch es gab schon damals Leute, die weiter blickten und einen guten Riecher für zukünftige Marktchancen sahen. Einer von ihnen war Walter Haefner. Bereits im Krieg hatte er viel Geschäftssinn gezeigt, als er mit seiner Firma «Autark» einen Handel mit Holzkohlegeneratoren aufzog und damit eine Alternative zum nur spärlich verfügbaren Benzinund Dieseltreibstoff bot. Doch Haefner war klar, dass diese Nische nach dem Krieg keinen Bestand mehr haben würde und so gründete er am 3. Januar 1945 die «Neue AMAG Automobilund Motoren AG». Die Basis bot ihm die beim Konkursamt Riesbach in Zürich übernommene Firma gleichen Namens, nur einfach ohne das Wort «Neue». Sein Plan war es, für die Schweiz taugliche und hochwertige Automobile zu importieren. S TA N D A R D V O R V W | E I N E S C H W E I Z E R G E S C H I C H T E Standard vor Volkswagen Eine Schweizer Geschichte Es war nicht der VW Käfer, mit dem der Schweizer Importeur AMAG seine erfolgreiche Tätigkeit im Automobilsektor begründete, sondern die Autos der britischen Marke Standard. Einfach war dieser Anfang jedoch keineswegs. 30 SwissClassics Nr. 83-01 | 2021 Text: Bruno von Rotz; Bilder: AMAG Archiv, Automobil Revue Archiv Probleme beim Transport der ersten Standard von Rouen nach Zürich (1946). Übergabe des tausendesten Standard durch H. Stanek (18. April 1947). ...