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... die Gemisch versorgung übernahmen vier Stromberg-Vergaser. Mit 272 PS bei 5850 Umdrehungen Mit nur 70 mm Hub bei 90 mm Bohrung geriet der V12 kurz hubig. Der Zylinder winkel beträgt 60°, das Gewicht liegt bei 308 kg. Nocken wellenantrieb über Duplexkette untermotorisiert, und mit einem Benzinverbrauch, der mit 18 bis 25 Litern pro 100 km geradezu unverschämt hoch war. Erst Anfang der achtziger Jahre kam Besserung in Sicht. Der Schweizer Michael May, be kanntgeworden durch Perfek tionierung der Abgasturbo-Auf ladung, machte die potente Maschine durch neue Zylinder köpfe und höhere Verdichtung effizienter. Schon im Jahr 1975 war der Zwölfzylin der auf Benzinein spritzung umgestellt worden, zeit gleich mit seiner Transplantation in das Coupé, den XJS. Noch immer gab es kein Schaltgetriebe zu kaufen, noch immer war es vor al lem die Laufkultur, mit der der einstige Rennmotor seine Liebhaber umgarnte. Ottomar Domnick, prominenter Kunst sammler, Filmemacher und Psychiater, fand im zwölfzylindrigen XJS, immer auf der Suche nach dem Optimum, au tomobiles Glück, auch wenn ei ne unrunde Bremsscheibe ein mal so sein Befinden störte, daß er das ganze Auto aus tauschte. Als Cellospieler war er so etwas wie ein wandelndes V12-lmage - kultiviert, leise, kraftvoll und, wenn es, wie beim Überholen, sein mußte, entschlossen. ...