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... den Vorgang des Linksabbiegens betrach tet, dann kann es — sowohl von der Über legung als auch von der Praxis her — nur vernünftig sein, sich der Mittellinie in einem langsam spitzer werdenden Winkel zu nähern, bis — kurz vor der Einmündung — der Grad dieses Winkels auf 0 zusammen geschrumpft ist und die linke Radseite eine Parallele zur Mitte bildet. Die Straßen bemalung verhindert die „natürliche“ Fahr weise äußerst wirksam; Nachdem man die meist von einer durchgezogenen Linie aus gehende Schraffierung erspäht hat, muß man sich wegen deren zunehmender Aus dehnung der Mitte unnötigerweise fernhal ten und, bei korrekter und nicht tadelns werter Fahrweise, kurz vor dem endgül tigen Linksabbiegen einen kräftigen Haken schlagen — Berühren oder gar überfahren der Schraffierung ist ja verboten. Aber nicht nur das Hakenschlagen ist be klagenswert; die zum Perfektionismus nei genden deutschen Straßenbemaler ent ziehen dem Verkehrsteilnehmer durch die überdimensionierten Sperrflächen wichtige und teure Verkehrsfläche, die weder zum Überholen noch zum Einordnen genutzt werden darf. In vielen europäischen Län dern existieren aus gutem Grund keine Markierungen, die weder überfahren noch berührt werden dürfen: Man beschränkt sich dort darauf, den Verkehr mit Hinweis pfeilen zu leiten, die den entscheidenden Vorteil haben, eben nur hinweisenden, nicht ...