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... ganzen 1000 Meilen, in jede Kurve und in jeder Orts durchfahrt in mehreren Reihen ausharren und stundenlang warten, nur um die Wagen mit einem mörderischen Tempo vorbeiflitzen zu sehen. In einer Geschwindigkeit die ihnen nicht erlaubt, eine Nummer zu erkennen oder schon gar nicht die Marke des Sport wagens oder den Fahrer selbst. Man muß weiterhin alle die Zei ten und Reklameaufschriften sehen, die ganz Italien über schwemmen und man muß gar nur in den Äther horchen, der durch einen Tag von allen Radiostationen mit dem Stand der Mille Miglia überfüllt. Schließlich müßte man aber schon gar mit jenen sprechen, die nicht an einer Reklame interessiert sind, jenem Trattoriawirt in Vhoghera z. B., der es nicht verwinden kann, daß anno 1949 die Strecke nicht über Mailand und Turin geführt wird, sondern um 160 km gekürzt wurde und direkt von Brescia nach Piacenza, Parma und Livorno führt. Denn leider be sitzt er weder ein Fahrrad, noch andere Transportmittel, um bis zur Stredce kommen zu können. Natürlich kennt die Mille-Stadt Brescia durch Wochen hindurch keinen andern Gesprächsstoff. Als es in den ersten Märztagen fraglich war, ob nicht gar auch dieses erste Langstreckenrennen Europas im heurigen Jahre der Sportmüdigkeit zum Opfer fallen würde, da ging eine Nervosität von hier aus bis Turin und Mo dena und Rom und zeitigte einen schnellen Erfolg. Nach wenigen ...