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... wurde geliebt, der Saab 96 ab 1960 ein Bestseller. 1977 begann die Turbo-Ära, und so ein 99 oder 900 Turbo mit kantigem Charakter und Seltenheitswert wurde zum Traum auto für Oberärzte, Werbeagentur-Betreiber, Architekten und Studienräte, die ein bisschen was geerbt hatten. Wer einen Saab fuhr, der hörte Paolo Conte, trug eine Nomos-Uhr und schwarze Hemden zu schwarzen Anzügen. General Motors hatte später kein Glück mit Saab - und umgekehrt. Die GM-Manager verstanden die Seele dieser schrulligen Marke nie. Und die Schweden verstanden nicht, dass es die Seelen der Zahlenmenschen in De troit nicht freute, wenn ihre kleine Marke nur zwei von 20 Jahren ohne Verlust ab schloss. Die Amis stopften schließlich hemmungslos Opel-Technik unter das Blech. Heute arbeiten bei Saab nur noch 3400 Mitarbeiter; vermutlich verfügt VW über ähnlich viel Kantinenperso nal in seinen Werken. Gene ral Motors hat vier Milliar den Dollar in Saab versenkt. Leasing-Gesellschaften ver boten ihren Kunden einen Saab, weil der Restwert unkalkulierbar ist. Saab hat 2009 weltweit 40 000 Autos verkauft, in Deutschland waren es 1265 Stück. Selbst Lada verkaufte hierzulande fast das Vierfache. Und was passiert jetzt mit Saab, nachdem Victor Müller und seine kleine niederländische Sportwagenfirma Spyker sich mit GM handelseinig geworden sind? Die Chinesen von BAIC sicherten sich, ...