Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... das «Forum der ,AR'», in dem unsere ausländischen Mitarbeiter von Zeit zu Zeit grundlegende Probleme des Strassenverkehrs, jeder von seinem Standpunkt aus, beleuchten werden. Red. Als die Redaktion der «AR» mich ersuchte, über die Amerikaner und ihre Verkehrsdisziplin zu schreiben, kam mir sofort eine Szene in den Sinn, die ich vor einiger Zeit selbst miterlebt hatte. Im Wagen eines Bekannten — der am Steuer sass — fuhr ich in den frühen Morgenstunden aus einem entlegenen Stadtviertel New Yorks nach Hause. Während mehr als zwanzig Minuten begegneten wir in dem abgelegenen Distrikt nicht einem einzigen anderen Auto — für New York eine ungeheure Seltenheit. Auch die Ouerstrassen waren leer. Aber mein Bekannter mässigte nicht nur vor jeder Kreuzung das Tempo; wenn das Verkehrslicht auf «Rot» stand, hielt er an, obwohl es weder rechts noch links noch vor uns noch hinter uns ein Fahrzeug gab, auf das er hätte Rücksicht nehmen müssen. Keinem von uns anderen fiel dieses Verhalten besonders auf. Varianten dieser Szene habe ich schon Hunderte von Malen beobachtet: Am hellichten Tage auf einer Landstrasse in Illinois, wo vier Autos geduldig vor einem roten Licht warteten, das eine völlig leere Nebenstrasse «schützte»; an einer Strassenkreuzung in einer kleinen Stadt in Maine, wo das blosse Zeichen «Stop» jeden, aber auch wirklich jeden einzelnen zum Halten ...