Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... der ganze Posidonienschiefer sich in Petroleum hätte verwandeln können. — Die Schiefervorkommen Württembergs sind schon lange bekannt. Im 17. Jahrhundert brannte der Schiefer in der Gegend von Boll jahrelang, und sein Öl diente den Landleuten zu Leuchtzwecken. 1854 gründeten Industrielle Reutlingens die erste kleine Raffinerie, die in 3 Jahren 1000 dz Leuchtöl erzeugte, das jedoch seines Geruches wegen nur in der Straßenbeleuchtung Anwendung finden konnte. Später gelang es, die übelriechenden Substanzen aus dem Öl zu beseitigen. Die Schieferölindustrie Württembergs litt, wie die Schottlands und Frankreichs, schwer unter der Konkurrenz des amerikanischen Petroleums. Die großen Hoffnungen, die man noch Ende der 70er Jahre auf den Ölschiefer setzte — er sollte als billiger Ersatz der Kohle dienen und durch seine Heizkraft die Salzläger Württembergs erschließen — haben sich nicht erfüllt. Erst seit dem Kriege ist man der Ausbeutung der württembergischen Ölschätze wieder näher getreten. Das Ölschiefervorkommen im südöstlichen Teile des Groß- herzogtums Luxemburg umfaßt bei einer Mächtigkeit von 10 bis 12 m eine Fläche von 80—90 qkm und soll nach den Schätzungen von F a b e r 240—270 Millionen hl Rohöl enthalten — eine Menge, die genügen würde, um den Ölbedarf des Ländchen auf 2000 Jahre zu decken. Die Analyse von F a b e r ergab bei verschiedenen ...