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... fertig für die Grundierung, und diese Grundierung ist wichtiger als der schönste Lack, der erst ganz zuletzt aufgetragen wird. Die erste .Grundierschicht wird in einem Tauchbad aufgetragen: Die Karosserien werden teils bis zur Gürtellinie (z. B. bei Opel), teils bis zur Mitte der Fensterholme (Renault), teils bis über das Dach in ein Becken mit Grundierfarbe gesenkt. Das Volkswagenwerk macht das schon seit 1950 so, Renault erst seit 1961 — nach den bitteren Erfahrungen mit der Dauphine. Nach dem Tauchen werden nochmals eine oder zwei Schichten Grundierung aufgespritzt, und erst dann kommen zwei bis vier Lackschichten. Die Tauchgrundierung war ein großer Fortschritt, denn die schützende Farbe wurde auch in Hohlräume und Winkel gespült, die allein durch Spritzen schwer erreichbar waren. Aber auch das einfache Tauchgrundieren ist nicht der Weisheit letzter Schluß. Das neue Zauberwort heißt Elektrophorese oder Electrocoating. Auch hier wird die Karosserie vollständig in einem Bad versenkt. Das »Badewasser« besteht tatsächlich zu 90% aus Wasser, zu 10% aus Farbteilchen. Dann macht man das, was auch leichtsinnige Damen bewirken, wenn sie den Haarföhn in die Wanne fallen lassen: Das Bad wird elektrisch geladen, und zwar negativ. Gleichzeitig schließt man an die Karosserie Kabel an und lädt das Blech positiv. Was nun passiert, haben wir schon ...