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... zu gelangen. Die Trennung des Fahrverkehrs vom Fuesverkehr soll die Verkehrsopfer ausechliessen, die z. B. in Amerika während der Kriegsjahre grösser waren als die Menschenopfer an den Kriegsfronten. Wohl leuchten diese Forderungen ein, und man ist auch bestrebt, sie beim Wiederaufbau der zerstörten europäischen Städte zu berücksichtigen, aber das Problem der modernen Stadt spitzt sich auf die Frage nach einer neuen Konzeption zu. Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen? Hiezu lieferte 6chon in den zwanziger Jahren <Jer Städtebauer Prof. Josef Rings einen Beitrag, der in seiner heutigen, ausgereiften Form ins Stadium höchster Aktualität getreten ist. Schon damals zeigte er an Hand historischer Studien, wie auch jetzt noch zähe Anachronismen in der runden Stadtform fortleben. Die Städte des Mittelalters und der Renaissance wurden kreisförmig angelegt, weil der Kreis die kürzeste Verteidigungslinie darstellt. Heute treten die Forderungen des modernen Verkehrs dominierend in den Vordergrund. Und was er verlangt, ist eine kontinuierliche, d. h. geradlinige Abwicklung. Es war daher vorauszusehen, dass sich unsere Städte in Zukunft aus der reinen Kreisform mit einer City zu einer bandartigen Form entwickeln werden. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Ringsche Konzeption der « Bandstadt >, der « Stadt ohne Trottoir ». Nachdem die Verteidigung ...