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... in Anspruch nehmen. Das Problem hat verschiedene Seiten. Da ist einmal die Arbeitsüberlastung und der damit verbundene Raubbau an der menschlichen Gesundheit. Wie das Familienleben dieser Herren zu kurz kommen muss, kann man sich ausmalen. Die Demokratie schneidet sich ins eigene Fleisch, wenn sie ihre politischen Führungskräfte allzusehr überfordert. Ferner darf man die Frage stellen, ob das eigentliche Hauptanliegen, nämlich die Führung des unterstellten Departementes und der Regierungsgeschäfte überhaupt, nicht bei solchen Zustanden Not leiden müsse. Es gibt dafür typische Fälle; sie führen zu einem Regiment der Chefbeamten, das von den kantonalen Verfassungen nicht gewollt ist. Am bedenklichsten wird es dort, wo die Nebenämter zu eigentlichen Interessenkollisionen führen. Wenn zum Beispiel ein Regierungsrat und Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements auch noch ausgerechnet als Präsident eines privaten Interessenverbandes amtet, der allerhand Schutz und Begünstigung durch den Staat fordert und erhält — wie soll das Volk noch glauben, dass der Regierungsmann in der Lage sei, den Standpunkt der Allgemeinheit gegen diesen Verband durchzusetzen? Oder wenn der Polizeidirektor, der bei Verkehrsfragen ein wichtiges Wort redet, gleichzeitig Präsident eines Interessenverbandes der motorisierten Strassenbenützer ist, wie sollen die ...