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... rüstete die ersten Vespas mit Zweitaktmotoren von 98 ccm aus, das brachte eine für die Strassen der Nachkriegszeit genügende Motorleistung von 3 PS. Die für den Export gebauten Modelle ab 1947 hatten Motoren von 125 ccm, ab 1954 wurde ein 150-ccm-Modell gebaut. 1972 erschien die orangerot lackierte Rally mit 200 ccm, heute in Sammlerkreisen eine der begehrtesten Zweitakt-Vespas mit über 12 PS Leistung. Die Werkhallen von Piaggio waren nach gezielten alliierten Luftangriffen 1944 nur noch Ruinen. Alles musste neu gebaut und moderne Maschinen mussten angeschafft werden. Geld war im damaligen Italien sehr schwer zu erhalten. Ein Freund von Dottore Enrico Piaggio war der Genfer Bankier Nicolo Rizzi, ein aus Dalmatien stammender Italiener. Dieser verhalf Piaggio zu den Krediten, mit denen beste Werkzeugmaschinen und Automaten eingekauft wurden. Rizzi sicherte sich für seine Dienste die Exklusivvertretung von Vespa für die Schweiz. Seine Firma Intercommercial SA importierte von 1947 bis 1959 über 45 000 Vespas. Sein Reingewinn an den Rollern aus Italien betrug nach Angaben seiner Mitarbeiter um die 20 Mio. Franken, die er in seine 1949 gegründete Reederei Arosa Lines investierte. Nicolo Rizzi träumte von einer Schweizer Reederei, die das Erlebnis der Luxusliner der Vorkriegszeit noch einmal erlebbar machen würde. Er kaufte alte Dampfer und ...