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... Automobilsalons in Genf: Bundespräsident Flavio Cotti — unverbindlich nach allen Seiten lächelnd wie eh und je — und Salonpräsident Jean-Marie Revaz— wie immer rhetorisch und mimisch Herr der Lage — kreuzten die Klingen. Nein,nicht den Zweihänder oder den Säbel. Was hier aufeinandertraf, waren die Schneiden eleganter, jedoch nicht weniger scharfer Degenzweier Fechter, die willens waren, einander weder in derSache noch in der Form etwas zu schenken (vgl. S. 13). Hier der Salonpräsident als Repräsentant eines Wirtschaftszweiges, der alles in allem ein Fünftel des gesamten Bundeshaushalts aufbringt und für ein Achtel des Bruttosozialprodukts gut ist. Und dort der höchste Vertreter eines Staates, der es versteht, das Automobil auch dann noch qualitativ für sichzu nutzen, wenn er ihm quantitativ an den Kragenwill. Beide haben ihre Sache gut gemacht. Präsident Revaz' Fragen umrissen mit aller wünschbaren Deutlichkeit und Schärfe die Konturen des Malaises, das seit der Entdeckung des «Waldsterbens» durch die Ökound Politkaste das verkehrspolitische Klima dieses Landes belastet. Und Bundespräsident Cottis Kritik an den Automobilproduzenten zeigtendie Wünsche einer Behörde auf, die sich der Verantwortung, diese erfüllen zu helfen, elegant entschlagenkann. War Revaz' Part vom Vorteil des Heimspiels favorisiert, musste sich ...