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... Freitag, als über die Reden von Bundespräsident Otto Stich und Maitre Jean-Marie Revaz anlässlich der Eröffnung des 58. Automobilsalons in Genf berichtet wurde. Und gar manche Gazette nahm in recht weinerlichem Ton den Umstand zur Kenntnis, dass die offizielle Verkehrspolitik nicht überall ohne weiteres goutiert und stillschweigend geschluckt wird. In der Tat: Die «böse Autolobby» zeigte für einmal kurz die Zähne, diesmal in der Person des Salonpräsidenten, der mit meisterlicher Eloquenz und ausgefeilter Rhetorik auf dem Tisch seines Ehrengastes deponierte, was dorthin gehörte: Eine Verkehrspolitik, die gegen den Strassenverkehr gerichtet ist, die im Prinzip ein Abweichen vom Grundsatz der freien Transportmittelwahl zulässt und die Möglichkeit nicht ausschliesst, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Strassengeldern zu finanzieren, ist für die Automobilund Strassenverkehrswirtschaft schlicht inakzeptabel. Eine bessere Gelegenheit als den Genfer Salon, um den Kampf gegen die untragbaren neuen Verkehrsartikel der Bundesverfassung zu er- öffnen, hätte es kaum gegeben. Und Bundespräsident Stich nahm den ihm elegant vor die Füsse geworfenen Fehdehandschuh auf. Doch was zunächst auf eine Herausforderung mit dem Florett hätte hinauslaufen sollen, entwickelte sich rasch einmal zum handfesten Schlagabtausch mit dem Zweihänder. ...