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... zu werden verdient. Mein Heimwesen liegt nur wenige Meter abseits einer wichtigen Heerstrasse, welche zwei bedeutende Städte miteinander verbindet. Diese Strasse hat sich im Verlaufe der letzten zwei Jahre zu einer eigentlichen Automobiistrasse ausgewachsen und habe ich deshalb täglich Gelegenheit, gute und schlechte Kraftfahrer zu beobachten. Leider sind die letzteren in der Mehrzahl, besonders seit sich nun auch gewisse Parvenus-Herrschaften ein mehr oder weniger gutes Fahrzeug zugelegt haben. Dass sich unter der Landbevölkerung ein gewisser Groll gegen das Automobil gesetzt hat, muss man verstehen, wenn man diese Herrschaften an einem schönen Sonntag durch unsere sauberen Dörfer und Landschaftsgebilde schon rasen gesehen hat. Ich übertreibe nicht, wenn ich von «rasen» spreche, denn tatsächlich gibt es heute eine gewisse Anzahl Kraftfahrer, welche es einfach nicht fertig bringen, im gesetzlichen Tempo durch ein Dorf zu fahren. Bei Frühlingsanfang beobachtete ich, dass sich dies und jenes Auto zur Pflicht machte, anständig durch unser Dorf zu fahren. Die Landleute waren erstaunt und sagten, wenn alle so anständig fahren würden, hätten sie nichts gegen das Auto. Es gab sogar Autofahrer, welche die Leute grüssten, was einen vorzüglichen Eindruck hinterliess. Kein Mensch vergönnte diesen anständigen Fahrern ihr Vergnügen, man liess sie unbehelligt und sandte ...