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... werden in Koks, Leuchtgas und Teer. Die Steinkohle ist bekanntlich ein Vermoderungsprodukt des Holzes verschiedener Baumarten. Sie besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff, enthält aber auch Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, dazu kommen Schwefel und mineralische Bestandteile. In den Gasanstalten und Kokereien wird die Steinkohle in Retorten unter Luftabschluss erhitzt. Bei dieser «trockenen Destillation » entstehen verschiedene Gase und Teer, in den Retorten bleiben die Koks. Benzol befindet sich in den Gasen und im Teer in sehr ungleichen Mengen. In den Gasen sind von der Gesamtmenge etwa 93, im Teer nur 7 Prozent enthalten. Will man die Gase als Leuchtgas verwenden, so darf man ihnen das Benzol nicht entziehen, weil es ihr am meisten Licht gebender Bestandteil ist. In den Gasanstalten kommt also nur das Teer für die Benzolgewinnung in Betracht. Das in den Kokereien entstehende Gas wird zu Heizzwecken verwendet, man kann ihm daher alles Benzol nehmen, natürlich auch dem hier entstehenden Teer. Die Gewinnung des Benzols aus dem Teer wird in Gasanstalten und Kokereien nach dem selben Verfahren bewirkt. Die gasund dampfförmigen Destillationsprodukte werden aus den Retorten in Kühlund Waschapparate, die sogenannten Skrubbers geleitet, um hier mit Wasser solange behandelt zu werden, bis keine mechanisch kondensierbaren Bestandteile mehr darin ...