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... vorher den Kopf mit tausend Dingen voll hat, die ganz ausserhalb der Ehe liegen. Ich verdiente Geld und hatte meine eigene Rechnung. Ich wurde von Menschen in Anspruch genommen., die Erich nicht kannte und mit denen er nicht das geringstegemein hatte. Und wenn wir miteinander sprachen, redeten wir aneinander vorbei. Eine Frau aber, die beinahe selbst wie ein Mann lebt, kann ihrem Ehegatten nicht mehr so~ viel bedeuten. Und wenn Erich zu anderen Frauen abschwenkte, so betrog er mich bestimmt nicht. Er flüchtete nur aus einer Ehe, in der es gewissermassen zwei Männer gab.» Ich konnte nur immer wieder den Kopf schütteln und sagen: «Erstaunlich! Wirklich erstaunlich, wie klar Sie das alles sehen, Frau Hella.» Aber dann fragte ich: «Nun verraten Sie mir bitte auch, welchen Beruf Sie eigentlich ergriffen haben.» «Oh», erwiderte sie, «es ist ein aufregender, nervenanspannender, überaus verantwortungsvoller Beruf. Aber ebenso menschenfreundlich und nützlich.» «Und welcher ist es?» fragte ich, nun schon 6ehr gespannt. «Ich bin jetzt psyehologiscbn Beraterin »nr Heilung kranker Ehen.» Ich traf Frau Hella im Cafe, wie sie sehr hastig ihr Morgenessen nahm. Und ich trat sehr erstaunt auf sie zu, denn Frau Hella hatte man hei Gott sonst um diese Stunde niemals im Cafe angetroffen. Allerdings hatte ich sie auch schon längere Zeit nicht mehr gesehen. Sie schien mir bei ...