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... daß ich mit 32 Jahren die Chance sehe, aus dem Renngeschäft herauszu kommen, aus einem Unterneh men, das konsequent seine besten Leute auffrißt. Wenn ich heute ein Starterfeld von 1964 ansehe, dann ging von den Spitzenfahrern jeder zweite zugrunde. Ich habe meinen Dreijahresvertrag mit Porsche im Herbst 1970 gekün digt und seither mit mir ge rungen, ob die Entscheidung richtig war. Die tödlichen Un fälle von Pedro Rodriguez und meines Freundes Joseph Siffert haben die Richtigkeit mei nes Schrittes bestätigt. Ich mag nicht mehr junge Leute unter stützen, deren Ende ich klar vor Augen sehe. Ich will nicht mehr hinter ihrem Sarg her laufen. Ich kann es nicht ver antworten, vom Schreibtisch aus Fahrer zu Entscheidungen zu veranlassen, die mit großer Wahrscheinlichkeit einmal tra gisch ausgehen werden. Ich will in diesem Job nicht 60 Jah re alt werden und abstumpfen, weil ich die Tätigkeit nicht als Job, sondern als Berufung auf gefaßt habe.“ Rico Steinemann, der als Rennfahrer, Rennleiter und ehemaliger Chefredakteur der Fachzeitschrift „powerslide" mit dem Automobilsport ver bunden ist, scheidet von die sem Metier — und schließt zu gleich nicht aus, daß er sich vielleicht eines Tages selbst wieder ans Steuer setzen werde. „Ich wechsle die Branche und werde in die Werbung gehen. Doyle, Dane und Bernbach ist eine der größten ...